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Termine
Musici di Sayn
Unsere nächsten Veranstaltungen:
- Mittwoch, 14. Mai 2025, 19.00 Uhr, Schlosskapelle Sayn
„Elisabethanische Musik“
Julia Fankhauser, Basel/Brügge
mit historischen Blasinstrumenten
Johannes Geffert, Virginal
- Sonntag, 12. Oktober 2025, 17.00 Uhr, Abteikirche Bendorf-Sayn
„Musikalische Dreiecksbeziehungen“ – Triosonaten
- Mittwoch, 31. Dezember 2025, 18.00 Uhr, Abteikirche Bendorf-Sayn
Festliches Silvesterkonzert
Karten für alle Veranstaltungen sind jeweils an der Konzertkasse erhältlich.
Informationen und Reservierungen unter
- Infotelefon: 0177 - 599 65 21
- Email: musici.di.sayn@gmail.com
Trübsal, Trauer, Trost und Freude
Barock-Ensemble „Musici di Sayn“ präsentierte musikalische Raritäten zur Passionszeit
In Erwartung des bevorstehenden Frühlings eröffneten die sechs Musici – Milena Schuster, Violine und später auch Sopran, Ulrike Friedrich und Mariya Miliutsina, Traversflöten, Christina Veltman, Viola, Robert Nikolayczik, Violoncello, und Johannes Geffert, Cembalo, ihr erstes Konzert im neuen Jahr mit dem heiteren Alegretto aus Johann Christian Bachs Quintett in C-Dur, op. 11,1. Passend zur Passionszeit bot das Ensemble „Musici di Sayn“ im Anschluss in der Abteikirche Sayn zwei „Lamentationes“ des Straßburger Domkapellmeisters Franz Xaver Richter. Und Professor Geffert erklärte als Moderator des Nachmittags die Bedeutung dieser Klagelieder des Propheten Jesaia über die Zerstörung Jerusalems, die von den Israeliten an der Klagemauer und beim Tod eines Menschen sowie von den Christen in der Karwoche gebetet werden. „Jerusalem denkt an die Tage ihres Elends, ihrer Unrast, an all ihre Kostbarkeiten, die sie einst besessen, als ihr Volk in Feindeshand fiel und keiner ihr beistand“, heißt es bei Jesaia. Der Text lag dem Auditorium in Übersetzung vor, sodass ein jeder auch inhaltlich Sopranistin Milena Schuster folgen konnte, deren zarter Gesang von den beiden Traversflöten, Ulrike Friedrich und Mariya Miliutsina, umspielt wurde.
Von herber Schönheit war eine der sieben Tränen, „Seven Tears“ oder „Lachrimae“, das „Flow my tears“ von John Dowland, dem traurigen Charakter entsprechend nur von der Sängerin Milena Schuster und dem Cembalisten Johannes Geffert dargeboten. Das von John Dowland komponierte und getextete Stück voller Schwermut traf den Nerv jener Zeit. Bis auf den heutigen Tag, so auch von Sting, wurde und wird es von zahlreichen Künstlern interpretiert. Danach spielte das Ensemble „Musici die Sayn“ das Adagio aus dem Quartett in g-Moll von Johann Gottlieb Janitsch, eine Improvisation über den Choral „O Haupt voll Blut und Wunden“. Und mit der achten Lamentation aus den „Lamentationes“ von Franz Xaver Richter führten die Musici – Sopranistin Milena Schuster, Ulrike Friedrich und Mariya Miliutsina, Traversflöten, Christina Veltman, Viola, Robert Nikolayczik, Violoncello, und Johannes Geffert, Cembalo – noch einmal ergreifend in die Passionszeit, die von Schwermut und dem gleichzeitig hoffnungsvollen Ahnen der bevorstehenden Auferstehung erfüllt ist. So fügten sich die weltbekannte, zärtliche Kantate BWV 147 „Jesus bleibet meine Freude“ und die Arie aus der Johannes Passion „Ich folge dir gleichfalls mit freudigen Schritten“ von Johann Sebastian Bach gut ins Programm. Und wo der große Bach ist, sind seine Söhne auch nicht weit. Als Zugabe verzauberte das Ensemble noch einmal sein Publikum mit zwei weiteren Sätzen aus Johann Christian Bachs Quintett in C-Dur, op. 11,1.
Weitere musikalische Höhepunkte sind schon bald in Bendorf-Sayn zu hören. In kleiner Besetzung bieten Julia Fankhauser, Oboe, und Johannes Geffert, Virginal, am 14. Mai 2025 um 19:00 Uhr in der Schlosskappelle Sayn Musik der Elisabethanischen Epoche.
Anmeldung: 02622 – 90 24 12 oder schloss@sayn.de.
Am 4. Juli um 19:00 Uhr startet in der Abteikirche die Sommerliche Orgelkonzertreihe auf der historischen Stummorgel. Alle fünf Konzerte sind kostenfrei.
Silvesterkonzert in Bendorf-Sayn stimmte aufs neue Jahr ein
Zum Abschluss des Jahres bot das Barockensemble „Musici di Sayn“ in der Abteikirche Bendorf-Sayn Barockmusik in Glanz und Gloria. Was für ein wunderbarer Augenblick, als die Musiker, das Angelus Läuten abwartend, stumm auf der Bühne standen und dem Publikum zum Jahreswechsel einen Moment der Stille boten. Da rauschte das alte Jahr noch einmal vor dem geistigen Auge vorüber, bis Mizuki Ideue und Eberhard Maldfeld auf Violoncello und Kontrabass klopfend den Takt für die vier festlichen Fanfaren von Jean Joseph Mouret (1682 – 1738) vorgaben. Da das Ensemble auf originalen Nachbauten spielt, brillierte auch Andreas Stickel auf einer Barocktrompete jener Zeit, als Trompeten noch keine Ventile hatten. Immer wieder ein Genuss, dem Profi beim Spiel dieses archaischen Instruments zuzuschauen.
Um alle Zuhörerinnen und Zuhörer in der vollbesetzten Kirche klanglich zu erreichen, spielte das Ensemble in vergrößerter Besetzung, so auch mit zwei Traversflöten der Solistinnen Ulrike Friedrich und Martina Binnig, die mit den Musici das in den Sätzen tänzerische, verträumte und heitere Konzert für 2 Traversflöten von Antonio Vivaldi (1678 – 1741) zu Gehör brachten.
In der Romance aus dem Cellokonzert in G-Dur von Carl Philipp Stamitz korrespondierte das herbe Violoncello Mizuki Ideues mit den Streichern – Konzertmeister Ayumu Ideue und Silke Sabinski, Violinen, sowie Agnieszka Osiecka, Viola. Und bereits im Werk von Stamitz, der von 1745 bis 1801 gelebt hat, kündigt sich die Romantik an. Mit der Sinfonia in G-Dur von Johann Friedrich Reichardt (1752 – 1814) spielte das Ensemble ein selten zu hörendes Werk, das deutlich an der Schwelle zur Romantik steht. Bemerkenswert bei diesem Werk der Klang der vier Streicher. Und Johannes Geffert, der dezent auch durch diesen Abend führte, verdeutlichte, wie unterschiedlich und schicksalhaft die Vitae der dargebotenen Künstler waren. Johann Friedrich Reichardt war ein Kosmopolit. Als Freund von Goethe und Schiller bereiste er Königsberg, Berlin, Wien und Paris und gilt heute als Wegbereiter der Wiener Klassik. Während Jean-Joseph Mouret, der zuletzt in Paris die Leitung der berühmten „Concerts spirituell“ innehatte, in Armut starb, konnte sich der ursprünglich aus eher ärmlichen Verhältnissen stammende Georg Philipp Telemann eine sichere bürgerliche Existenz aufbauen. So spielte das Schicksal auch bei diesen Musikern ungefragt mit.
Im Schlussteil des Konzertes widmete sich das Ensemble dem Werk Georg Philipp Telemanns und eröffnete den Reigen mit der Ouvertüre sowie dem Menuet I und II aus der Suite in D-Dur, TWV 55-D18 (1. Teil), wobei Trompeter Andreas Stickel der Ouvertüren-Suite die Klangkrone aufsetzte. Während im Menuet I die Trompete strahlte, dominierten im Menuet II, ohne Trompete, die Streicher. Zauberhaft die gezupften Geigen von Ayumo Ideue und Silke Sabinski, und die Traversflöte von Ulrike Friedrich im Loure aus dem Konzert für 2 Traversflöten TWV 55 a1. Auch beim zweiten Teil der Suite in D-Dur kamen Telemannfreunde voll auf ihre Kosten. Das Auditorium dankte dem Ensemble „Musici di Sayn“ um Professor Johannes Geffert, Cembalo, mit über fünfminütigen Applaus, sodass die Musiker zum Abschluss noch einmal mit der ersten Fanfare von Jean Joseph Mouret einen Schluss- und weiteren Höhepunkt setzten.
Bereits jetzt sollten sich Musikfreunde das Konzert am Sonntag, 16. März 2025, um 17:00 Uhr in der Abteikirche Bendorf-Sayn vormerken, welches unter dem Motto „Trübsal, Trauer, Trost und Freude“ vom Ensemble „Musici di Sayn“ dargeboten wird.
Dem Werk Bachs mit zwei Cembali gehuldigt
Ensemble Musici di Sayn mit großen Barockmomenten in der Abteikirche Bendorf-Sayn
„Bach ist Anfang und Ende aller Musik“, ein Zitat zum Werk des berühmten Komponisten, das man auch über diesen Konzertabend in der Abteikirche Bendorf-Sayn stellen konnte. So spielte das Ensemble Musici di Sayn ausschließlich Werke von Johann Sebastian Bach. Mit drei Kantatensätzen aus der Kantate BWV 182 „Himmelskönigin sei willkommen“ und aus der Kantate BWV 106 „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit“ stellte sich für Johannes Geffert, der auch als Moderator durch den Abend führte, die Frage, „was darf man mit einer Komposition machen?“
So hatten die Musiker den Orchestersatz von Adolf Hoffmann ausgewählt, der an Stelle der Chorstimmen Instrumentalstimme gesetzt hat. Glücklicherweise steht Hoffmann damit in einer guten Tradition, hatte sich doch Bach selbst immer wieder eigener Kirchenkantaten bedient, so auch für seine acht Cembalikonzerte, die er für sein Collegium Musicum im Café Zimmermann in Leipzig komponierte.
Besonders berühmt ist das Konzert für 2 Cembali in c-Moll, in Bendorf dargeboten von Bernd Kämpf und Johannes Geffert, Cembali, sowie von den Barock-Musici – Konzertmeisterin Hendrike Steinebach und Birgitta Winnen, Violinen, Friederike Trove, Viola, der Cellistin Bettina Hagedorn und Eberhard Maldfeld, Kontrabass. Im Largo des Doppelkonzerts in d-Moll BWV 1043 trat die barocke Traversflöte von Ulrike Friedrich in den Vordergrund und zeichnete im Zusammenspiel mit der Violine die zarte Melodie. Den glanzvollen Schlusspunkt bildete das Konzert für 2 Cembali in C-Dur BWV 1061. Bach selbst hatte eine Violinen-Stimme und eine Oboen-Stimme auf zwei Cembali umgeschrieben, damit auch seine Söhne solistisch brillieren konnten, in Bendorf an Stelle der Söhne taten dies Bernd Kämpf und Johannes Geffert.
Die 90 Zuhörerinnen und Zuhörer dankten den Musici mit großem Applaus, die als Zugabe ein Stück des Bachsohnes, Johann Christian Bach, darboten. Das Ensemble Musici di Sayn hatte an diesem Abend nicht nur die Ohren, sondern auch die Herzen für diese großartige Musik geöffnet.
Wer auf den Geschmack gekommen ist, hat am Dienstag, 31. Dezember 2024, wieder die Gelegenheit. Dann wird das Ensemble Musici die Sayn ab 18:00 Uhr das alte Jahr mit einem festlichen Silvesterkonzert verabschieden.
Himmel und Erde jubilieren
Ensemble „Musici di Sayn“ mit österlichem Konzert in der Abteikirche Bendorf Sayn
Innerhalb der 50 österlichen Tage machten die Musici des Barockmusik-Ensembles „Musici di Sayn“ ihren Zuhörerinnen und Zuhörern in der Abteikirche Sayn ein besonderes Geschenk. Unter dem Motto „Der Himmel lacht, die Erde jubiliert“ ließen sie musikalische Osterfreuden erklingen. Den musikalischen Reigen eröffnete das frühlingshaften Scherzo melodicho in A-Dur von Georg Phillip Telemann (1681 – 1767), wobei im Allegro die Traversflöte von Ulrike Friedrich den Kirchenraum mit Vogelgesang erfüllte. Dem Sonntag „Jubilate“ war die Arie aus der Kantate BWV 68 „Mein gläubiges Herze frohlocke, sing und scherze“ von Johann Sebastian Bach gewidmet, die Mizuki Ideue auf dem kleineren, im Gegensatz zum großen fünfsaitigen, nur viersaitigen Cello Piccola spielte, erster Auftritt der begnadeten Sopranistin Milena Schuster.
Ein besonderes Geschenk war das von den Musici und Milena Schuster dargebotene mittelalterliche „Vicitimae paschali laudes“, eine Sequenz, die, so Johannes Geffert in seiner Moderation, bis zum heutigen Tag Bestandteil des lateinischen Osterhochamts ist. Das Cembalo von Johannes Geffert, die Streicher – Bettina von Dombois, Violine, und Mizuki Ideue, Violoncello – bildeten den musikalischen Grundton, während Ulrike Friedrich, Traversflöte, den mittelalterlichen Gesang von Milena Schuster phantasievoll umspielte: eine Meisterleistung des Ensembles!
Dann leitete Johannes Geffert über zum ca. 1780 geschriebenen „Vicitimae paschali laudes“ von Michael Haydn (1737 – 1806), das in seiner polyphonen Heiterkeit die musikalische Entwicklung hin zur Klassik und zum Reichtum österreichischer Kirchenmusik gesanglich und instrumental vor Ohren führte.
Die Abteikirche „Maria Himmelfahrt“ war der richtige Ort, um aus der fünfzehn Gesätze umfassenden Rosenkranzsonate von Ignaz Franz Biber (1644 – 1704) die 11. Mysterien-Sonate zum Thema „Auferstehung“ aufzuführen, beeindruckend Violinistin Bettina Dombois, deren speziell für dieses Stück gestimmte Instrument teilweise wie mehrere Geigen klang.
Mit der Pastoral-Symphonie „Die Auferstehung Jesu“ von Justin Heinrich Knecht (1752 – 1817) bot das Ensemble „Musici di Sayn“ ein volkstümliches bayerisches Tongemälde. Die schauervolle Stille des Grabes weicht, als Cherubs der Tonleiter folgend vom Himmel herabsteigen und den Stein vom Grab wälzen. Das Auditorium erlebt, wie Christus aus dem Grab ersteht und hört den Triumphgesang der Engel.
Mit der Arie „Auf, auf, auf, Gläubiger“ BWV 134 aus den Osterkantaten von Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) hatten die Musici ein koloraturreiches Stück ausgesucht, dessen österliche Schönheit Sopranistin Milena Schuster entfaltete.
Professor Johannes Geffert verwies auf den mittelalterlichen Kirchenbrauch des „Osterlachens“, mit dem Tod und Teufel in einem Witz oder musikalischen Scherz ausgelacht werden. Und ein solches „Osterlachen“ hatte sich das Ensemble ausgewählt, als die Streicher – Bettina von Dombois, Violine, und Mizuki Ideue, Violoncello – sowie Ulrike Friedrich, Traversflöte, und das für dieses Stück unverzichtbare Cembalo von Johannes Geffert eine dem Publikum wohlbekannte Melodie aufführten: „Miss Marples’s Theme“. So endete dieses einmalige österliche Konzert mit einem humorvollen Schmunzler.
Nicht in der Abteikirche, sondern in der Schlosskappelle präsentieren Ulrike Friedrich, Traversflöte, und Johannes Geffert, Cembalo, am 31. Mai 2024 um 19:00 Uhr „Fürstliche Musik“ – Kompositionen von Hofkapellmeistern des 18. Jahrhunderts.
Reservierung:
- 02622 – 90 24 12
- schloss@sayn.de
Ensemble „Musici di Sayn“ feierte glanzvolles 10. Jubiläum in der Abteikirche Bendorf-Sayn
Ende September 2019 feierte das Ensemble „Musici di Sayn“ unter der Schirmherrschaft von Landrat Dr. Alexander Saftig in der Abteikirche Bendorf Sayn sein zehnjähriges Jubiläum. Und Professor Dr. Johannes Geffert, Cembalo und Gesamtleitung, der die Zuhörer unterhaltsam mit vielen interessanten Hintergrundinformationen durch den Konzertnachmittag führte, dankte allen, die diese Musiktradition möglich gemacht haben.
Auch diesmal konnten sich die Zuhörer auf ein exquisites Programm mit vielen musikalischen Höhepunkten freuen, wobei die Musiker Werke von Michael Haydn zu Gehör brachten, als Auftakt das Adagio und Allegro aus dem Konzert Nr. 2 in C-Dur (MH 60) für Trompete, Streichorchester und zwei Flöten. Meisterlich das Spiel von Andreas Stickel, Barocktrompete, bei einem der schwierigsten Trompeten-Konzerte der gesamten Epoche, hatte man zu dieser Zeit doch die Trompete mit Ventilen noch nicht erfunden. Als Freund und Nachfolger Wolfgang Amadeus Mozarts hatte Michael Haydn über 40 Jahre am Salzburger Dom gewirkt. Aber im Gegensatz zu der weltweit bekannten Musik seines älteren Bruders Joseph werden die Werke Michaels öffentlich kaum aufgeführt. So konnte sich das Publikum auf einen weiteren musikalischen Leckerbissen freuen und zwar, passend zum Michaelsfest, die Missa C sub titulo Sti. Michaelis (MH12) die das Ensemble zusammen mit einem beeindruckenden Projektchor unter der Leitung von Werner Ciba präsentierte. Mit zwei Geigen, einer Viola und einem Violoncello war die Messe relativ spartanisch besetzt, dazu der große, kräftige Chor.
Und in dieser Messe warteten die Musiker mit einer Überraschung auf. Denn selbst wenn der Erzbischof ein Pontifikalamt zelebrierte, durfte dieses nicht länger als 45 Minuten dauern, weshalb sich Michael Haydn, wie Johannes Geffert erklärte, eines damals gebräuchlichen Tricks bediente, der sogenannten „Polytextur“: „Das Gloria ist überraschend kurz, und auch das Credo ist viel kürzer als in sonstigen Messen.“ In der „Polytextur“ nämlich werden hintereinanderliegende Textpassagen übereinandergelegt gleichzeitig gesungen.
Nach der prächtigen Messe stimmte die Besetzung mit dem Konzert für Flöte und Streichorchester in D-Dur (MH 18) sanfte Töne an. Wunderschön der Klang und hinreißend das Flötensolo von Ulrike Friedrich, die in den schwierigen Passagen besonders beeindruckte. Bereits in der Zeit von Michael Haydn setzte sich auch in der Katholischen Kirche deutschsprachige Kirchenmusik durch und es entstand das „Deutsche Hochamt“. Wie sich das zum Mitsingen und vielen noch aus der Messfeier bekannte „Hier liegt vor deiner Majestät im Staub die Christenschar“ von Michael Haydn anhört, zeigte der Projektchor um Dirigent Werner Ciba. Ein völlig anderer musikalischer Akzent.
Mit Pauken und Trompeten setzen die Musici – Andreas Stickel und Astrid Brachtendorf – Trompeten, Ulrike Friedrich und Maryia Miliutsina – Flöten, Hendrike Steinebach, Veronika Stickel und Katharina Wimmer – Violinen, Friederike Trove – Viola, Elisabeth Wand – Violoncello, Martina Binnig – Kontrabass, Justus Ruhrberg – Pauken, und Johannes Geffert – Cembalo, mit dem großen Chor unter der Leitung von Werner Ciba einen glanzvollen Schlusspunkt, für den die Zuhörer mit großem Applaus dankten. Ein besonderer Dank geht auch an die Sparkasse Koblenz und den Verein „amam“ – Alte Musik am Mittelrhein e.V. für die freundliche Unterstützung.
Auf die Freunde alter Musik wartet schon das nächste Highlight: das Silvesterkonzert am 31. Dezember 2019 um 20:00 Uhr in der Abteikirche Sayn, wenn das alte Jahr mit Werken von Händel, Graupner und Bach ausklingen wird. Der Beginn des Vorverkaufs wird rechtzeitig in der Presse und auf der Homepage bekanntgegeben.