Aktuell
Termine
Musici di Sayn
Unsere nächsten Veranstaltungen:
- Sonntag, 26. April 2026, 17.00 Uhr, Abteikirche Bendorf-Sayn
Viola d'amore
Musici di Sayn erfreut mit lieblichen Klängen
Lucia Jacob (Sopran), Ulrike Friedrich (Traversflöte), Rafael Roth (Viola d‘amore), Johannes Geffert (Cembalo) - Mittwoch, 27. Mai 2026, 19.00 Uhr, in der Schlosskapelle Sayn
‚Zauberklänge des Zimbal‘
Nadzeya Karakulka aus Belarus
Künstlerinfo - Sonntag, 27. September 2026, 17.00 Uhr, Abteikirche Bendorf-Sayn
Werke von W.A. Mozart und J.Chr. Bach
Musici die Sayn - Donnerstag, 31. Dezember 2026, 19.00 Uhr, Abteikirche Bendorf-Sayn
Festliches Silvesterkonzert
Musici di Sayn
Bitte beachten Sie die ungewohnte Anfangszeit aufgrund einer Messe um 17.00 Uhr.
Karten für alle Veranstaltungen sind jeweils an der Konzertkasse erhältlich.
Informationen und Reservierungen unter
- Infotelefon: 0177 - 599 65 21
- Email: musici.di.sayn@gmail.com
Sommerliche Orgelkonzerte an der historischen Stumm-Orgel von 1778 vom 26. Juni bis 21. August 2026 jeweils freitags um 19.00 Uhr. Anschließend erfolgt ein Umtrunk im Kreuzgang. Der Eintritt frei – Spende werden erbeten.
- 26. Juni 2026
Moritz Schott, Hamburg - 10. Juli 2026
Quentin Guillerot, Paris, St. Denis - 24. Juli 2026
Gerard Brooks, London, Methodist Hall - 7. August 2026
Christian Frommelt, Greifswald/Bonn - 21. August 2026
Johannes Geffert, Langscheid/Eifel
Mit Festfanfaren ins neue Jahr
Ensemble „Musici di Sayn“ bot Feuerwerk englischer und deutscher Barockmusik
Mit einer Festmusik des Engländers Richard Mudge (um 1760) eröffnete das Barock-Ensemble „Musici di Sayn“ sein traditionelles Silvesterkonzert in der vollbesetzten Abteikirche Bendorf-Sayn, und nach den drei Sätzen dieses bezaubernden Trompetenkonzerts in D-Dur fragt man sich, warum dieser englische Komponist so unbekannt ist. Herausragend bei der Eröffnung war Andreas Stickel auf seiner Barocktrompete. Johannes Geffert, Cembalo, der kenntnisreich durch den Abend führte, hatte mit seinem Ensemble kostbare Perlen des Barock herausgesucht, so auch die Sinfonie in G-Dur des 1745 in Jena geborenen Carl Stamitz, der 1801 hochverschuldet starb. Stamitz klangvolles Werk bildet gewissermaßen eine Brücke zwischen Barock und Klassik.
Das Markenzeichen des Ensembles „Musici di Sayn“ sind die beiden Traversflöten, Ulrike Friedrich und Martina Binnig, die in der Mitte des Konzertes mit dem Konzert für 2 Flöten und Streicher in e-Moll (TWV 52:2) von Georg Philipp Telemann (1681 – 1767) einen besonderen Ohrenschmaus kredenzten. Kennzeichnend für das Orchester sind aber auch die historischen Streichinstrumente, auf denen Gudrun Höbolt und Betina von Dombois, Violinen, Regula Sager, Viola, Mizuki Ideue, Violoncello, und Eberhard Maldfeld, Kontrabass, ihr Publikum mit dem für das Ensemble unverwechselbarem goldenen Klang beglückten.
Herausragend bei der Romance von Johann Peter Salomon (1745 – 1815) war die zarte erste Geige von Konzertmeisterin Gudrun Höbolt, die kurzfristig für Marie-Luise Hartmann einspringen musste. Mit dem Bonner Geiger Johann Peter Salomon präsentierte das Ensemble einen heimischen Komponisten. Salomon hatte den jungen Beethoven noch als Kind erlebt, bevor er nach London auswanderte und dort Joseph Haydn an die Themse holte.
„Wie ein Goldregen“, so eine Zuhörerin, war die mit festlicher Trompete, Andreas Stickel, und dem Gesamtensemble zum Abschluss dargebotene Sinfonia in D-Dur von William Boyce (1711 – 1779).
Die Zuhörer dankten dem Orchester mit großem Applaus für diesen zauberhaften Silvesterabend in der Abteikirche Sayn. Als Zugabe verabschiedeten sich die Musiker very british mit dem weltbekannten Trumpet Voluntary von Henry Purcell.
Wer Lust auf mehr barocke Klänge hat, sollte sich Sonntag, den 16. April 2026, um 17:00 Uhr vormerken, wenn das Ensemble „Musici di Sayn“ unter dem Motto „Viola d’amore“ liebliche Musik des Spätbarocks spielen wird.
Infotelefon: 0177 – 599 65 21
Triosonaten Ohren und Augen nähergebracht
Ensemble Musici di Sayn in der Abteikirche widmete sich historischer Aufführungspraxis
Eine Auswahl schönster Triosätze aus der Barockzeit bot das Konzert des Ensembles Musici di Sayn in der Abteikirche Bendorf-Sayn. Ulrike Friedrich, Traversflöte, Hendrike Steinebach, Violine, und Mizuki Ideue, Violoncello, sowie Johannes Geffert, Cembalo, gestalteten das Konzert, wobei Geffert das Wesen „musikalischer Dreiecksbeziehungen“ im Verlauf des Abends immer wieder kenntnisreich und humorvoll erläuterte.
Den Auftakt bildete die Triosonate in D-Dur von Johann Adolf Hasse (1699 – 1783), der sich vor allem durch seine Opern in Dresden einen Namen gemacht hatte. Und Johannes Geffert erklärte die Gestaltung dieser Triosonate. Während Flöte und Geige, Ulrike Friedrich und Hendrike Steinebach, verliebt miteinander korrespondierten, setzte das Violoncello von Mizuki Ideue den Basso continuo. Diese Basslinie nahm Cembalist Johannes Geffert mit der linken Hand auf, wobei seine rechte Hand dem Dialog von Geige und Flöte eine weitere musikalische Farbe verlieh. Das im Anschluss dargebotene Trio in A-Dur von Johann Christian Bach (1735 – 1782) wurde ursprünglich mit Hammerklavier begleitet, das im Ganzen leiser als ein heutiges Klavier war und in seiner Intensität entgegen dem Cembalo mehr Möglichkeiten bot. Mit Christoph Schaffrath (1709- 1763) widmeten sich Flöte und Cembalo, Ulrike Friedrich und Johannes Geffert, einem relativ unbekannten Komponisten. Sie spielten das Allegro assai aus der Sonate in G-Dur op. 1,4. Und auch hier wieder das Zusammenspiel einer Triosonate, diesmal zu Zweit. Während die rechte Hand am Cembalo die Musiklinie der Traversflöte aufnahm, spielte die linke Hand den Basso continuo.
Mit Carl Philipp Emanuel Bach (1714 – 1788) und dem Allegretto / Presto aus der Trisonate c-moll Wq 161 „Sanguineus und Melancholicus“ präsentierten die Musici einen musikalischen Dialog zwischen einem Sanguiniker und einem Melancholiker. Hendrike Steinebach auf der Violine übernahm den heiteren Part und Ulrike Friedrich auf der Traversflöte stimmte schwermütige Töne an. Carl Philipp Emanuel Bach, so Geffert, „war sich nicht sicher, ob das Publikum so etwas goutieren würde“. Dabei hat die Zwiesprache beider Instrumente auch heute etwas sehr Unterhaltsames und Modernes.
Mit Ana Bon (1738 – 1867) und der Triosonate in G-Dur op. 3,1 widmeten sich die Musici einer interessanten, erst kürzlich wiederentdeckten Frauengestalt jener Zeit, die dem berühmten Mädchenorchester des venezianischen Waisenhauses entstammte, das von Antonio Vivaldi geleitet wurde. Bereits mit 19 Jahren machte die junge Komponistin mit dem Druck ihrer Flöten-Sonate auf sich aufmerksam. In der Abteikirche präsentierte das Ensemble die Triosonate G-Dur op. 3,1. Beeindruckend auch der Weg von Anna Bon, der sie u.a. an den Hof des Markgrafen von Brandenburg-Kulmbach-Bayreuth und ins Ensemble von Joseph Haydn am Hofe des Fürsten von Esterhazy führte. Zum krönenden Abschluss boten die vier Musiker eine reine Triosonate von Georg Friedrich Händel, die Triosonate F-Dur. Auch dieses Stück war der Mittelpunkt kleiner Abendmusiken bei Hofe, bis die Triosonate schließlich durch das Streichquartett und das Cembalo damit von der Bratsche abgelöst wurde.
Die Zuhörer dankten dem Ensemble für diesen wunderschönen Herbstnachmittag in der Abteikirche Sayn. Und die Musiker verabschiedeten sich als Zugabe mit dem Allegro von Johann Adolf Hasse.
Wer Lust auf mehr barocke Klänge hat, sollte sich den Silvesterabend vormerken. Ab 18:00 Uhr wird das Ensemble Musici di Sayn festlich auf das neue Jahr einstimmen.
Infotelefon: 0177 – 599 65 21
Trübsal, Trauer, Trost und Freude
Barock-Ensemble „Musici di Sayn“ präsentierte musikalische Raritäten zur Passionszeit
In Erwartung des bevorstehenden Frühlings eröffneten die sechs Musici – Milena Schuster, Violine und später auch Sopran, Ulrike Friedrich und Mariya Miliutsina, Traversflöten, Christina Veltman, Viola, Robert Nikolayczik, Violoncello, und Johannes Geffert, Cembalo, ihr erstes Konzert im neuen Jahr mit dem heiteren Alegretto aus Johann Christian Bachs Quintett in C-Dur, op. 11,1. Passend zur Passionszeit bot das Ensemble „Musici di Sayn“ im Anschluss in der Abteikirche Sayn zwei „Lamentationes“ des Straßburger Domkapellmeisters Franz Xaver Richter. Und Professor Geffert erklärte als Moderator des Nachmittags die Bedeutung dieser Klagelieder des Propheten Jesaia über die Zerstörung Jerusalems, die von den Israeliten an der Klagemauer und beim Tod eines Menschen sowie von den Christen in der Karwoche gebetet werden. „Jerusalem denkt an die Tage ihres Elends, ihrer Unrast, an all ihre Kostbarkeiten, die sie einst besessen, als ihr Volk in Feindeshand fiel und keiner ihr beistand“, heißt es bei Jesaia. Der Text lag dem Auditorium in Übersetzung vor, sodass ein jeder auch inhaltlich Sopranistin Milena Schuster folgen konnte, deren zarter Gesang von den beiden Traversflöten, Ulrike Friedrich und Mariya Miliutsina, umspielt wurde.
Von herber Schönheit war eine der sieben Tränen, „Seven Tears“ oder „Lachrimae“, das „Flow my tears“ von John Dowland, dem traurigen Charakter entsprechend nur von der Sängerin Milena Schuster und dem Cembalisten Johannes Geffert dargeboten. Das von John Dowland komponierte und getextete Stück voller Schwermut traf den Nerv jener Zeit. Bis auf den heutigen Tag, so auch von Sting, wurde und wird es von zahlreichen Künstlern interpretiert. Danach spielte das Ensemble „Musici die Sayn“ das Adagio aus dem Quartett in g-Moll von Johann Gottlieb Janitsch, eine Improvisation über den Choral „O Haupt voll Blut und Wunden“. Und mit der achten Lamentation aus den „Lamentationes“ von Franz Xaver Richter führten die Musici – Sopranistin Milena Schuster, Ulrike Friedrich und Mariya Miliutsina, Traversflöten, Christina Veltman, Viola, Robert Nikolayczik, Violoncello, und Johannes Geffert, Cembalo – noch einmal ergreifend in die Passionszeit, die von Schwermut und dem gleichzeitig hoffnungsvollen Ahnen der bevorstehenden Auferstehung erfüllt ist. So fügten sich die weltbekannte, zärtliche Kantate BWV 147 „Jesus bleibet meine Freude“ und die Arie aus der Johannes Passion „Ich folge dir gleichfalls mit freudigen Schritten“ von Johann Sebastian Bach gut ins Programm. Und wo der große Bach ist, sind seine Söhne auch nicht weit. Als Zugabe verzauberte das Ensemble noch einmal sein Publikum mit zwei weiteren Sätzen aus Johann Christian Bachs Quintett in C-Dur, op. 11,1.
Weitere musikalische Höhepunkte sind schon bald in Bendorf-Sayn zu hören. In kleiner Besetzung bieten Julia Fankhauser, Oboe, und Johannes Geffert, Virginal, am 14. Mai 2025 um 19:00 Uhr in der Schlosskappelle Sayn Musik der Elisabethanischen Epoche.
Anmeldung: 02622 – 90 24 12 oder schloss@sayn.de.
Am 4. Juli um 19:00 Uhr startet in der Abteikirche die Sommerliche Orgelkonzertreihe auf der historischen Stummorgel. Alle fünf Konzerte sind kostenfrei.
Ensemble „Musici di Sayn“ feierte glanzvolles 10. Jubiläum in der Abteikirche Bendorf-Sayn
Ende September 2019 feierte das Ensemble „Musici di Sayn“ unter der Schirmherrschaft von Landrat Dr. Alexander Saftig in der Abteikirche Bendorf Sayn sein zehnjähriges Jubiläum. Und Professor Dr. Johannes Geffert, Cembalo und Gesamtleitung, der die Zuhörer unterhaltsam mit vielen interessanten Hintergrundinformationen durch den Konzertnachmittag führte, dankte allen, die diese Musiktradition möglich gemacht haben.
Auch diesmal konnten sich die Zuhörer auf ein exquisites Programm mit vielen musikalischen Höhepunkten freuen, wobei die Musiker Werke von Michael Haydn zu Gehör brachten, als Auftakt das Adagio und Allegro aus dem Konzert Nr. 2 in C-Dur (MH 60) für Trompete, Streichorchester und zwei Flöten. Meisterlich das Spiel von Andreas Stickel, Barocktrompete, bei einem der schwierigsten Trompeten-Konzerte der gesamten Epoche, hatte man zu dieser Zeit doch die Trompete mit Ventilen noch nicht erfunden. Als Freund und Nachfolger Wolfgang Amadeus Mozarts hatte Michael Haydn über 40 Jahre am Salzburger Dom gewirkt. Aber im Gegensatz zu der weltweit bekannten Musik seines älteren Bruders Joseph werden die Werke Michaels öffentlich kaum aufgeführt. So konnte sich das Publikum auf einen weiteren musikalischen Leckerbissen freuen und zwar, passend zum Michaelsfest, die Missa C sub titulo Sti. Michaelis (MH12) die das Ensemble zusammen mit einem beeindruckenden Projektchor unter der Leitung von Werner Ciba präsentierte. Mit zwei Geigen, einer Viola und einem Violoncello war die Messe relativ spartanisch besetzt, dazu der große, kräftige Chor.
Und in dieser Messe warteten die Musiker mit einer Überraschung auf. Denn selbst wenn der Erzbischof ein Pontifikalamt zelebrierte, durfte dieses nicht länger als 45 Minuten dauern, weshalb sich Michael Haydn, wie Johannes Geffert erklärte, eines damals gebräuchlichen Tricks bediente, der sogenannten „Polytextur“: „Das Gloria ist überraschend kurz, und auch das Credo ist viel kürzer als in sonstigen Messen.“ In der „Polytextur“ nämlich werden hintereinanderliegende Textpassagen übereinandergelegt gleichzeitig gesungen.
Nach der prächtigen Messe stimmte die Besetzung mit dem Konzert für Flöte und Streichorchester in D-Dur (MH 18) sanfte Töne an. Wunderschön der Klang und hinreißend das Flötensolo von Ulrike Friedrich, die in den schwierigen Passagen besonders beeindruckte. Bereits in der Zeit von Michael Haydn setzte sich auch in der Katholischen Kirche deutschsprachige Kirchenmusik durch und es entstand das „Deutsche Hochamt“. Wie sich das zum Mitsingen und vielen noch aus der Messfeier bekannte „Hier liegt vor deiner Majestät im Staub die Christenschar“ von Michael Haydn anhört, zeigte der Projektchor um Dirigent Werner Ciba. Ein völlig anderer musikalischer Akzent.
Mit Pauken und Trompeten setzen die Musici – Andreas Stickel und Astrid Brachtendorf – Trompeten, Ulrike Friedrich und Maryia Miliutsina – Flöten, Hendrike Steinebach, Veronika Stickel und Katharina Wimmer – Violinen, Friederike Trove – Viola, Elisabeth Wand – Violoncello, Martina Binnig – Kontrabass, Justus Ruhrberg – Pauken, und Johannes Geffert – Cembalo, mit dem großen Chor unter der Leitung von Werner Ciba einen glanzvollen Schlusspunkt, für den die Zuhörer mit großem Applaus dankten. Ein besonderer Dank geht auch an die Sparkasse Koblenz und den Verein „amam“ – Alte Musik am Mittelrhein e.V. für die freundliche Unterstützung.
Auf die Freunde alter Musik wartet schon das nächste Highlight: das Silvesterkonzert am 31. Dezember 2019 um 20:00 Uhr in der Abteikirche Sayn, wenn das alte Jahr mit Werken von Händel, Graupner und Bach ausklingen wird. Der Beginn des Vorverkaufs wird rechtzeitig in der Presse und auf der Homepage bekanntgegeben.






